Sonderpädagogisches Förderzentrum Lindenschule Malchin

Lindenstraße 6 • 17139 Malchin

Die Idee …

… entstand aus dem Selbstverständnis der Schule, sich gegen Rassismus und Diskriminierung zu positionieren und auch ganz praktisch einzusetzen. Begeistert berichteten zwei Lehrerinnen im Kollegium von einer Fortbildungsveranstaltung 2009, auf der sie von SoR-SmC gehört hatten. Dann ging es schon los.

Die Initiativgruppe …

…  bildeten die KlassensprecherInnen mit Unterstützung der KlassenlehrerInnen und Schulsozialarbeiterin. Sie trugen das Anliegen von SoR-SmC in die Klassen, Elternschaft und ins Kollegium hinein. Daria und Celina fungierten dabei als Vermittlerinnen.

Die Unterschriften …

… wurden im Anschluss an zwei Projekttage unter Leitung von Demokratiekoordinator, Dr. Mense, unter den SchülerInnen, den LehrerInnen und dem technischen Personal gesammelt. Die freiwillige Selbstverpflichtung von SoR-SmC unterschrieben 98 Prozent der SchülerInnen und alle MitarbeiterInnen der Schule, insgesamt kam eine Quote von 99 Prozent zusammen.

Die Paten …

… wurde Amri Habimana, ein junger Musiker, der ehemals aus Ruanda nach Deutschland gekommen war und hier als Trommellehrer, Musiker und DJ tätig ist. Die Schülerinnen und Schüler hatten ihn bereits in mehreren Workshops kennengelernt und freuten sich, dass „ihr Amri“ das Patenamt übernehmen wollte. Mit ihm wurde ein gemeinsamer Patenschaftsvertrag geschlossen.

Die Titelverleihung …

 ... fand am letzten Tag vor den Weihnachtsferien statt. Räume und Tische waren schon weihnachtlich geschmückt, Vertreter des Trägers und der Presse fanden sich ein.
„Stolz sein, das könnten sie wirklich, meint …Schulleiterin Uta Riwaldt bei einer Feierstunde. Sie erinnert daran, dass es nicht immer einfach war, die Ziele zu erreichen, die den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auch rechtfertigen. „Und wenn wir ehrlich sind, es hat manche Probleme auf dem Weg dorthin gegeben“, schätzt sie ein. Dieser Weg habe ein Ziel, aber kein Ende, zitiert sie eine Kollegin.
Eine Rückschau auf diesen Weg gibt Schulsozialarbeiterin Rica Düde-Grandke. Bei einer Power-Point-Präsentation zeigt sie noch einmal Stationen der vergangenen drei Jahre. Da sind Bilder vom ersten Afrika-Projekt 2009 zu sehen, es wird an das Jugendtheaterstück erinnert, das die Schüler selbst geschrieben und inszeniert hatten. Auch beim Friedensfest in Demmin engagierte sich die Lindenschule. Der selbst geschriebene Song, in dem es heißt, „dass aus Fremden Freunde werden, das geschieht nicht von allein“, treffe wohl am besten das, was in den vergangen Jahren an der Schule passiert sei.
Katrin Schulz, die Landeskoordinatorin der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courge“, zeigt sich beeindruckt von dem, was die Malchiner bisher geleistet haben. Es gehöre Mut dazu, sich gegen Diskriminierung und Gewalt zu positionieren, sagt sie. Den spüre sie hier, und auch dass die Kinder versuchen, dies mit vielen Ideen lebendig werden zu lassen.“ (zit. aus: Nordkurier v. 21.12.2012)
 

Die Projekte …

… sind Trommeln, Theaterspielen, interkulturelle Veranstaltungen, Begegnungen mit dem örtlichen Seniorenheim und Sammelaktionen auf Festen der Stadt und des Landkreises.