Friedensreich Hundertwasser, Integrierte Gesamtschule Rostock

Sternberger Straße 10 • 18109 Rostock

Die Idee …

...kam ursprünglich einer Gruppe von ZehntklässlerInnen: „Man kann nicht in Rostock-Lichtenhagen leben und sich nicht gegen Rassismus wehren“, begründet zum Beispiel Yasmin ihr Engagement. Im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen hatten Neonazis unter dem Beifall hunderter Schaulustiger 1992 ein Asylbewerberheim angezündet. Yasmin und andere wollten auch deshalb fünfzehn Jahre später etwas gegen Rechtsextremismus unternehmen, aber auch andere Formen von Diskriminierung wie z.B. Mobbing in ihrer Schule thematisieren.

Die Initiativgruppe …

… besteht aktuell aus Jessica, Lucas, Laura, Ceren, Jenny, Lea und Nele. Die SchülerInnen sind zwischen zehn und vierzehn Jahre alt. 

Die Unterschriften …

...sammelte die Gruppe mit großem Erfolg: 82% der MitarbeiterInnen der Schule und 92% der SchülerInnen stimmten für die drei Selbstverständnis-Prinzipien „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Die Paten …

...wurde Christian Kleiminger, ein Rechtsanwalt aus Rostock, der für die SPD im Bundestag sitzt. Er appellierte an die Schülerinnen und Schüler, sich nicht zu scheuen, ihre Meinung auf die Straße zu tragen und „zu zeigen, wie wichtig uns ein Rechtsstaat ohne Fremdenfeindlichkeit und politische Diskriminierung ist.“ 

Die Projekte …

… an der Schule sind sehr verschieden. Unter anderem gehört dazu, dass SchülerInnen aus höheren Klassenstufen ihren MitschülerInnen aus der fünften Klasse die Geschichte ihres Stadtteils vorstellen, Begriffe wie Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit erklären und in Mobbingsituationen helfen. Auch einen Radiobeitrag erstellten die SchülerInnen: In „Drei Sonnenblumen für Lichtenhagen“ geht es um Rechtsextremismus in Rostock. Für die Zukunft plant die Initiativgruppe unter anderem einen Anti-Mobbing-Tag, ein Projekt zur Erforschung der Herkunft der Vornamen der SchülerInnen und ein Rap- oder Rock-Konzert gegen Rechts.