Kooperative Gesamtschule „Tisa von der Schulenburg“

Ernst-Thälmann-Straße 14 • 23972 Dorf Mecklenburg

Die Idee …

... kam Anfang 2014 von der Schulsozialarbeiterin, die von Schule ohne Rassismus gehört hatte und den SchülerInnenrat dafür begeistern konnte. Dem Schülerratssprecher Jonas war es ein besonderes Anliegen, eine stärkere Diskussion zu einem wertschätzenden Miteinander unter den SchülerInnen zu entfachen. Workshops mit der LK zeigten, wie es gehen kann, die konkreten Schritte und PartnerInnen auf diesem Weg bestimmten die Aktiven selbst.

Die Initiativgruppe …

...ging aus einer 24-köpfigen Schülergruppe hervor, die sich mit Updater-Schule ohne Rassismus 2.0 einen eigenen Namen gab. Ihr gehören Jonas, Nane, Lea, Jakob, Kira, Leonie, Sarah, Anja, Antonia, Michael, Skiell, Cantal, Arne und Laura an. Michael erklärt, warum sich die Gruppe gerade diesen Namen gegeben hat: „Man muss immer wieder neu damit anfangen, sich gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen.“ Für die Projekte und Unterschriftensammlung nahmen sie sich Zeit. Alle wollten, dass die Botschaft und Selbstverpflichtung auch bei jedem einzelnen in der Schule ankommt.

Die Paten …

… -wahl fiel auf  Birgit und Horst Lohmeyer aus Jamel, die durch ihr Engagement, nicht zuletzt ihre jährliche Veranstaltung „Jamel rockt den Förster“ Zivilcourage zeigen und den Schülern ein Vorbild sind.

Die Titelverleihung …

... am 07.Juli 2015 stellte das Orgateam kurzfristig noch vor große Herausforderungen: Aufgrund der hohen Temperaturen wurde der Zeitpunkt vorverlegt, einige der Gäste konnten nicht kommen, das Programm musste schnell umgestrickt werden, die Materialen lagen durch den Streik noch bei der Post. Ein Highlight am Schuljahresende in der Mehrzweckhalle vor versammelter Schüler- und Lehrerschaft  wurde es aber allemal. Einige Siebtklässler erzählten mutig von Diskriminierungserfahrungen, Jonas und Michael skizzierten, worum es bei der Selbstverpflichtung geht, Nane zeichnete die Stationen nach, die sie in Auseinandersetzung mit dem Vorhaben absolviert hatten. Hier ist ein wirkmächtiges Netzwerk entstanden, das sich keinesfalls nur auf die Schule und das Dorf Mecklenburg beschränkt, unterstrich LK Katrin Schulz, die der Schule den 35. Titel in Mecklenburg-Vorpommern verlieh. Frau Dr. Skodda ist stolz auf ihre Aktiven: „Das haben sie alles allein gemacht.“ Zum Schluss sangen alle Schüler der Schule gemeinsam „Amacing grace“, in dem Lied heißt es u.a.: „Einst war ich blind, aber jetzt kann ich sehen.“ Ein schönes Ergebnis, dass die Aktiven durch Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage auch hier so manchem Schulangehörigen die Augen geöffnet haben.

Die Projekte …

- Besuch aller 10. Klassen der Gedenkstätte Wöbelin
- Europäisches Jugendparlament
- Projekttage des Netzwerkes für Demokratie und Courage in Klassen 5. + 6.
- Geplant: Erlebnispädagogischer Aktionstag „Flüchtling für einen Tag“ für die 9. Klassen
(Diese Projekte wurden nicht von der Gruppe durchgeführt sondern gehören zu unseren schulischen Aktivitäten. Die Gruppe selbst hatte mit Patenwahl, Kennlernen und Organisation der Titelvergabe ihr Tun)