Gymnasium Grimmen

Anemonenweg 2 • 18507 Grimmen

Die Idee …

... kam von den Schülerinnen und Schülern, das Gymnasium Grimmen zum Titel  "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu führen. Als großer Auftakt sollten am Tag der Titelverleihung die internationalen Künstler von „instant acts – gegen Gewalt und Rassismus“ an die Schule kommen. Im Vorfeld sammelte die Aktionsgruppe Spendengelder von Sponsoren wie z.B. der Sparkasse Vorpommern und in der Nähe gelegenen Autohäusern, um die Finanzierung abzusichern.

Die Initiativgruppe …

... bestand 2012 aus den Aktiven Elisa, Julia, Ida, Anne, Annemarie und Lennart.

Die Unterschriften …

... sammelte die Aktionsgruppe. Ingesamt kamen 70 Prozent an positiven Voten zu der Präambel und Selbstverpflichtung von Schule ohne Rasismus-Schule mit Courage zusammen.

Die Paten …

... waren Anlass vieler Diskussionen. Es wurde Stephan Weidner favorisiert, der in den 80er Jahren die Texte für die „Böhsen Onkelz“ geschrieben hatte. Inzwischen hat er sich deutlich von dieser Vergangenheit distanziert und dies auch in seinem Statement zum Ausdruck gebracht. In der Begründung zur Patenwahl betonte eine Aktive, „Ich finde, dass es auch Teil des Projektes ist, einem Menschen eine zweite Chance zu geben und diesem ohne Vorurteile gegenüberzutreten.“ Die Schülerinnen und Schüler wollen mit ihm über seine Texte, Musik und Erfahrungen sprechen und diese für eine konstruktive Auseinandersetzung nutzen.
 

Die Titelverleihung …

... "fand innerhalb einer sehr entspannten und von Neugierde geprägten Atmosphäre statt. Schon lange gab es nicht mehr so etwas Großes an unserer Schule.
Nach der feierlichen Übergabe durch die Landeskoordinatorin Katrin Schulz, einigen Worten von der „Aktionsgruppe SoR-SmC“ unseres Gymnasiums und der Videobotschaft von Stephan Weidner, der aufgrund von Albumstress leider nicht persönlich erscheinen konnte, war der Startschuss für das phänomenale Projekt „instant-acts“ gegeben.
Die 14 internationalen Künstler stellten in einer Vorstellungsperformance ihre jeweilige Ausdrucksform vor. So konnten sich die Schüler nach dem Prinzip der ad hoc Entscheidung einem Künstler anschließen bzw. sich so einem Workshop zuordnen.
Am Nachmittag wurde die Zeit dann in den einzelnen Workshops, wie z.B. Capoeira, Beatbox, Afrikanisches Trommeln, Loop the Hoop und Tanztheater, verbracht. Von den Schülern kam in Bezug auf die Workshops vor allem positives Feedback.
Man konnte einigen den Spaß und ihre Neugierde regelrecht ansehen.
Die, die sich von ihrem Workshop was anderes gewünscht hätten, kamen dann aber spätestens am Abend auf ihre Kosten.
Dort brachten die Künstler ein sehr buntes und lautes Spektakel auf die Beine, dass sich klar gegen Intoleranz, Rassismus und Gewalt aussprach. Zu dieser Abendveranstaltung hatten wir auch Eltern und andere Interessierte eingeladen.
Wir freuten uns über die beträchtliche Besucherzahl und die durchweg positive Resonanz. „Instant acts“ wusste durch Akrobatik, Performance, Gesang und inhaltliche Statements zu begeistern, sodass dieser Tag zu einem unvergesslichen Ereignis an unserer Schule wurde."(zit. aus http://gmn-ohne-rassismus-gmn-mit-courage.blogspot.de/)

 

Die Projekte …

... ergeben sich aus den Ideen der Schülerinnen und Schüler. Am Tag der Titelverleihung verteilten die Aktiven einen Fragebogen, um neue Vorschläge zu sammeln. So fand z.B. im November 2012 eine Veranstaltung zum Thema: "NSU-Ein Jahr nach der Aufdeckung" statt. Teil des zweistündigen Projektes war eine Dokumentation verbunden mit einem Vortrag, welches von rund 40 Schülern besucht wurde. Am 16.April findet bundesweit ein Aktionstag für Toleranz und gegen Rechtsextremismus statt. Auch das Gymnasium Grimmen will an diesem Tag ein Zeichen setzen und bietet allen interessierten SchülerInnen die Teilnahme an verschiedenen Projekten an. Angeboten werden Workshops von Soziale Bildung e.V. und dem Verband für Behinderten-und Rehabilitationssport M-V e.V. .
Auch an einer Zusammenarbeit mit dem SOS Kinderdorf/Hohenwieden wird gearbeitet. "Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren." - Karl Popper