vom 16.07.2015

Eine starke Erfahrung

Eldenburg-Schüler als Guides der Anne-Frank-Ausstellung

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Der letzte Anstoß kam von der RAA und, wie oft, entstand so aus mehrjährigen Kontakten und zufälligen Gesprächen eine gute Idee. Ende Mai bot sich den Mitgliedern der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ die Gelegenheit, die Ausstellung des Anne-Frank-Zentrums in Berlin für einen Monat  an unsere Schule zu holen.
Wir waren schon seit Beginn des Schuljahres auf der Suche nach einer Möglichkeit,  der Öffentlichkeit in und um Lübz wieder einmal eine Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus, Ausgrenzung und Verfolgung zu bieten. Denn schließlich war im vergangenen Schuljahr die Organisation einer Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern eine tolle Erfahrung. Aber manche Überlegung scheiterte schlicht und einfach am Geld.
Umso begeisterter nahmen alle das Angebot der RAA an, uns mit finanzieller Unterstützung des Bildungsministeriums bei der Ausleihe zu helfen. „Anne Frank – eine Geschichte für heute“, die neue Ausstellung verbindet eben zwei Themen, die unserer Gruppe sehr wichtig sind: die Auseinandersetzung mit rechtsextremem Gedankengut und die Beschäftigung mit den Problemen von Flüchtlingen.
Und außerdem war es für unsere Schüler ein großer Anreiz, sich noch einmal und noch intensiver als Guides dafür ausbilden zu lassen, anderen Jugendlichen diese Themen nahe zu bringen. Es lockte die Herausforderung, sich immer wieder neu auf ganz verschiedenen Gruppen einzustellen, seien es nun Gymnasiasten aus Unter- oder Oberstufe, Regional- oder Förderschüler. Die Teamer des Anne-Frank-Zentrums aus Berlin haben mit uns dafür zwei Tage lang intensiv mit Spaß an der Sache und viel Engagement trainiert.
Viel Arbeit und Organisationstalent haben alle auch in die Eröffnungsveranstaltung gesteckt. Schließlich hatten wir den Anspruch, die Ausstellung mit einem feierlichen und unvergesslichen „Jüdischen Abend“ einzuweihen. Allein für das mehrgängige Menu wurde zwei Tage lang gebacken und gekocht. Einladungen an Bürgermeister und Schulleiter mussten verschickt werden, ein Kultur- und Musikprogramm sollte einen würdigen Rahmen bekommen.
Wir hätten das nie geschafft, wenn nicht alle so viel Freizeit geopfert hätten. Und dann wurden wir auch von vielen Menschen unterstützt: so nahmen unsere Schulleitung und die Lehrer oft Rücksicht, wenn wir wieder einmal eine Freistellung vom Unterricht brauchten; die Kammermusikgruppe der Musikschule hat zur Eröffnung ein eindrucksvolles Programm aufgeführt und schließlich hat auch eine Mitschülerin uns mit einem tollen Vortrag über Anne Frank unterstützt. Bei allen diesen Helfern wollen wir uns hier noch einmal sehr herzlich bedanken.
Gerd Vorhauer 15.07.2015



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